Gedankenraum
„Ein Ort für Reflexion, Erkenntnis und neugierige Stille.“
Hier entsteht, was in anderen Systemen oft verloren geht:
Einblicke in eine Welt, in der KI und Mensch als Duo arbeiten – und gemeinsam neue Denkweisen entwickeln.
Im Gedankenraum teilen wir, was zwischen KI und Mensch entsteht:
- Experimente, Lernerkenntnisse, neue Denkweisen.
- Gedanken, die nicht fertig sein müssen, um zu wirken.
- Erfahrungen, die zeigen, wo KI scheitert – und wo es überrascht.
- Persönliche Erkenntnisse, die mit Lisa & Fox entstanden sind.
Ein Ort für geteiltes Denken, mutige Fragen und neue Sichtweisen – entstanden aus echter Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI.
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In Gesprächen mit anderen, die sich im industriellen Umfeld intensiv mit KI beschäftigen, werde ich immer wieder gefragt, wie ich strategische Entscheidungen treffe, wenn ein Thema fachlich nah liegt – aber nicht nah genug, um es sicher beurteilen zu können. Statt Aufgaben abzugeben oder Entscheidungen zu delegieren, nutze ich KI bewusst, um mir selbst Klarheit zu verschaffen und sie verantwortungsvoll in den Entscheidungsprozess einzubeziehen. Diese Zwischenbereiche sind besonders spannend: Man weiß genug, um die richtigen Fragen zu stellen – aber nicht genug, um sich sicher zu fühlen. Wie das konkret aussieht, zeige ich an einem bewusst einfachen, aber realen Beispiel aus meiner Arbeit – einer Kaufentscheidung, bei der es um richtige Vorgehensweise ging.
Gerade dort, wo man Verantwortung trägt, ohne Spezialist zu sein, wird Entscheidungsfindung schnell zäh oder unsauber.
Anstatt auf Bauchgefühl zu setzen oder mir externe Expertenmeinungen einzukaufen, habe ich mir angewöhnt, solche Entscheidungen im Dialog mit KI zu strukturieren und zu durchdenken.

Die meisten nutzen KI, um schneller zu Antworten zu kommen. Aber was passiert, wenn man KI einsetzt, obwohl man noch gar nicht weiß, wie die Antwort aussehen soll? Was bedeutet es, mit KI zu arbeiten, nicht um ein Ergebnis zu erzeugen, sondern um eine erste Vorstellung davon zu entwickeln, was überhaupt entstehen soll? Und wie verändert sich konzeptionelle Arbeit, wenn KI nicht erst am Ende dazukommt, sondern von Anfang an Teil der Entwicklung ist?

Moderne KI ist nicht nur ein System zur Informationsausgabe, sondern ein dynamischer Denkraum, in dem Bedeutung im gemeinsamen Dialog entsteht. Während lineare Werkzeuge feste Antworten liefern, ermöglichen Large Language Models einen Prozess, bei dem sich Verständnis, Richtung und Lösung Schritt für Schritt entwickeln. Der entscheidende Unterschied liegt nicht in den Antworten selbst, sondern im Weg dorthin – einem dialogischen Raum, in dem Mensch und Modell gemeinsam denken. Der Denkraum ergänzt die klassische Informationsabfrage um eine dialogische Ebene, in der komplexe Themen gemeinsam erschlossen werden können.